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Das egalitär ausgerichtete Schulsystem in den westlichen Industriestaaten hat leider nicht viel Platz für Kinder, die sich in vielen Bereichen von ihren Altersgenossen unterscheiden.
Da die hohen kognitiven Fähigkeiten bei einem Kind automatisch auch bedeuten, dass es andere Kinder mit weniger intelektueller Begabung gibt, ist die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Kinder leider weitaus geringer als bei erfolgreichen Künstlern oder Spitzensportlern
Hochbegabung ist übrigens kein Privileg der Reichen oder der “Oberschicht”. Man findet Hochbegabung in allen Kulturen und in allen sozialen Schichten. Aber nur wenige soziale Stellen erkennen an, dass hochbegabte Kinder denselben Anspruch auf eine Sondererziehung haben wie behinderte Kinder.
Darum werden hochbegabte Kinder oft leichtfertig als hyperaktiv, verhaltensgestört, autistisch oder altklug bezeichnet. Solche Fehldiagnosen führen bei den betroffenen Familien oft zu schweren Krisen und können den Kindern nachhaltigen Schaden zufügen.
Beobachtung durch aufmerksame Pädagogen und Eltern kann zur Erkennung besonderer Begabungen beitragen. Bei einem Verdacht sollte das Kind von einer geschulten Stelle getestet werden. |