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Woran kann ich erkennen das mein Kind womöglich hochbegabt ist?

  • ein besonders wacher Blick im Säuglingsalter
  • frühe Wahrnehmung von Geräuschen, Gerüchen, Bewegungen
  • eine kaum zu stillende Lust auf Neues
  • auffallend gutes Gedächtnis
  • von einem erstaunlich großem. früh erworbenen Wissen, auf bestimmten Gebieten detailliert und umfangreich
  • großes Interesse an älteren Kindern und Erwachsenen
  • nicht “altersgemäße” Gespräche
  • ausgefallene Hobbys
  • zieht ungewöhnliche schnelle, gut durchdachte Schlüsse
  • Zielstrebigkeit
  • hohe Sensibilität
  • ausgeprägter Gerechtigkeitssinn
  • stellt kritische Fragen
  • Diskussionsfreudigkeit
  • Freude an Herausforderungen
  • Perfektionismus
  • Freude am Lernen
  • vorrausschauendes Denken
  • gutes räumliches Denken
  • Freude am Rechnen
  • frühe Leseanstrengungen
  • Abneigung gegen Routinearbeiten
  • Lebhaftigkeit, geringes Schlafbedürfnis
  • Überspringen ganzer Entwicklungsphasen
  • fängt früh an zu sprechen
  • frühe Augen-Hand-Koordination
  • Asynchrone Entwicklung
  • Fragen, Fragen, Fragen
  • Interesse an moralischen Themen wie z.b. Tod oder Krieg
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Phantasie und Kreativität

Es ist davon auszugehen, daß auf kein Kind alle o.a. Merkmale zutreffen werden. Genauso gibt es auch kein Merkmal das auf alle Kinder zutrifft. Sollten Sie aber viele dieser Merkmale bei Ihrem Kind beobachten, dann liegt die Vermutung nahe, das Ihr Kind hochbegabt ist!

Hochbegabungsdiagnostik sollte von einem Diplom-Psychologen durchgeführt werden, der Erfahrung im Umgang miz hochbegabten Kindern hat.

Ist das Kind hochbegabt, ist es wichtig, dass die Eltern ihr Kind mit der Hochbegabung akzeptieren und nicht als Vergleichsmaßstab die durchschnittlich begabten Altersgenossen heranziehen. Hochbegabte Kinder können ihre Begabung nicht abstellen, sie müssen lernen, sie so produktiov wie möglich in ihre Persönlichkeit zu integrieren. Hierzu ist es wichtig, dass die Eltern, trotz aller Kritik die von außen kommt (und das ist meistens der Fall) zu den Besonderheiten ihres Kindes stehen und ihm den notwendigen Halt für seine Entwicklung geben!

Das egalitär ausgerichtete Schulsystem in den westlichen Industriestaaten hat leider nicht viel Platz für Kinder, die sich in vielen Bereichen von ihren Altersgenossen unterscheiden.

Da die hohen kognitiven Fähigkeiten bei einem Kind automatisch auch bedeuten, dass es andere Kinder mit weniger intelektueller Begabung gibt, ist die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Kinder leider weitaus geringer als bei erfolgreichen Künstlern oder Spitzensportlern

Hochbegabung ist übrigens kein Privileg der Reichen oder der “Oberschicht”. Man findet Hochbegabung in allen Kulturen und in allen sozialen Schichten. Aber nur wenige soziale Stellen erkennen an, dass hochbegabte Kinder denselben Anspruch auf eine Sondererziehung haben wie behinderte Kinder.

Darum werden hochbegabte Kinder oft leichtfertig als hyperaktiv, verhaltensgestört, autistisch oder altklug bezeichnet. Solche Fehldiagnosen führen bei den betroffenen Familien oft zu schweren Krisen und können den Kindern nachhaltigen Schaden zufügen.

Beobachtung durch aufmerksame Pädagogen und Eltern kann zur Erkennung besonderer Begabungen beitragen. Bei einem Verdacht sollte das Kind von einer geschulten Stelle getestet werden.