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Frankreich23

Locronan In der kleinen Stadt vereinen sich bei der berühmten Petite Troménie, der Prozession am 2. Sonntag im Juli, und bei der alle sechs Jahre stattfindenden Grande Troménie religiöse Inbrunst und mittelalterliche Tradition. Der Legende nach lebte hier im 5. Jh. der heilige irische Eremit Ronan. Ihm wird die Erfindung der Weberei zugeschrieben. Lange Zeit war Locronan ein Zentrum der Segelweberei. Vom einstigen Reichtum zeugen noch die stattlichen Granithäuser am Kirchplatz. Die Kirche St. Ronan stammt aus dem 15. Jh. und besitzt schöne Glasfenster und Gestühl mit Darstellung des Lebens von St-Ronan. In der Chapelle du Pénity befindet sich der Grabstein des Heiligen.

Concarneau Die Stadt ist ein bedeutender Fischereihafen. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Ville Close, die auf einem Felsen im Hafen gelegene, mit starken Mauern aus dem 14. bis 16. Jh. befestigte Altstadt. Bei einem Rundgang auf den Wällen genießt man eine prächtige Aussicht auf Concarneau. In der Ville Close liegt das Musée de la Pêche, in dem man die große Bedeutung des Fischfangs für die Stadt mit Fanggeräten, Bootsmodellen, Dokumenten vor Augen geführt bekommt.

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QUIMPER Die alte Hauptstadt der Cornouaille hat ihren Rang als Oberzentrum der Südwestbretagne bis auf den heutigen Tag wahren können. Nicht wenigen Einheimischen und Landeskennern gilt sie ohnehin als kulturelles Herzstück und Kristallisationsort der keltisch-christlichen Traditionen, seit sie um 500 durch den von König Gradlon zum Bischof bestellten Iren Corentin geistlich befruchtet und also gesegnet worden war. Die Kathedrale Saint-Corentin stammt aus dem 13. Jh. - 19. Jh. und dominiert mit ihren zwei grandiosen Turmspitzen weithin das Stadtbild.

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Links auf dem Foto ist die Kathedrale Saint-Corentin. Sie ist eine der ältesten drei gotischen Kathedralen in der Bretagne. Die Fassade wird seit 1856 von den beiden Turmspitzen überragt. Zwischen den beiden Türmen erhebt sich ein Reiterstandbild des König Gradlon. In den oberen Galerien des Kirchenschiffs befinden sich etwa zehn prachtvolle Kirchenfenster aus dem 15. Jh. Nicht zu verachten ist auch die gemeißelte Kanzel aus dem 17. Jh. mit Szenen aus dem Leben des Hl. Corentin. Ich war bisher mehrmals in Quimper, aber immer war ein Teil der Kathedrale verhüllt, von daher auch bei diesem Bild die Baustellenzäune.

Le Guilvinec An beiden Ufern einer tiefeingeschnittenen Flussmündung, die als Hafen dient, haben sich zwei Orte angesiedelt. Le Guilvinec am westlichen Ufer ist der größere, ein lebhaftes Fischerstädtchen mit Hafenreede, Konservenfabrik, Campings und einem Hotel. Wenn die Boote am Nachmittag wieder hineinkommen, finden sich an der Criée, der Fischversteigerungshalle, Schaulustige, Kleinkunden und Großhändler gleichermaßen ein. Anziehungspunkt ist der lange Strand in Richtung Penmarc´h.

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CARNAC  Während der 1990er Jahre wurden die berühmten Steinreihen am Stadtrand von Carnac eingezäunt. (Wir waren 1992 da und durften auch nur noch über den Zaun schauen). Seither dürfen die Alignements du Ménec, Kermario, und Kerlescan nur noch vom Rand aus betrachtet werden. Auch die zuvor frei zugänglichen Monumente des Grand-Menhir und der Table des Marchands in der Megalithzone von Locmariaquer wurden abgeriegelt. Ernste Besorgnisse hatten die Absperrungen erforderlich gemacht. Denn viele der alljährlich mehr als 350 000 Urlaubsgäste erstiegen die Megalithen, trampelten Pfade durchs Gestrüpp und hinterließen überall haufenweise Müll. So mußten bretonische Denkmalpfleger die Umzäunungen als einen Schutz der Gäste gegen ihresgleichen rechtfertigen. Die Menhire begannen teilweise umzustürzen. Inzwischen sind die Trampelpfade zugewachsen, und die eigentümliche Vegetation mit Stechginster, Wachholder, Schilfrohr und wilden Malven hat sich prächtig erholt. Von der Plattform eines alten Wachturms können Besucher die Steinreihen von Kermario überblicken. Und an den Alignements von Ménec erschließt ein langer Besichtungssteg das prähistorische Panorama. 1099 Menhire in 11 Steinreihen umfaßt die 1167 m lange und 100 m breite Anlage der Alignements du Ménec. Die weiter nordwestlich gelegenen Alignements du Kermario und Kerlescan sind kaum kleiner. Die schönste und größte Anlage, die Alignements du Kerzhero, liegt 9 km nordwestlich von Erdeven. Ganz in der Nähe von Carnac erhebt sich der 12 m hohe und 1290 m lange Tumulus St-Michel, ein Hügelgrab mit zwei Grabkammern.

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Das größte Megalithfeld der Welt, die Alignements de Carnac, umfaßt knapp dreitausend Menhire, verteilt auf mehrere Plätze nahe dem Dorf. Sie entstanden in der Zeit von 4000 bis 2000 v. Chr.

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