Home6
ButtonDelfin1
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
button schmetterling
Button17
Button17
Button17
Button17
Button17
Button17
Button Herz
Button Herz II
Button Herz I
button rot
Guestbook
email05
Frankreich34

Dol de Bretagne Dol liegt auf einer etwa 20 Meter hohen Anhöhe, umgeben von den Marais de Dol, einem früheren Sumpfgebiet, das noch im 12. Jh. von den Fluten des Atlantiks überspült war. Dol ist heute ein ruhiges Landstädtchen, umgeben von einer Polderlandschaft, die von Gefangenen der Revolutionstruppen durch den Deichbau in eine grüne, häuschendurchsetzte Weidelandschaft unterhalb des Meeresspiegels verwandelt wurde. Sehenswert ist die Grande Rue des Stuarts (hier hat unser Ferienhausbesitzer eine Patisserie, aber das sei nur eine Erwähnung am Rande), die Hauptstraße von Dol, die flankiert wird von weit vorkragenden Fachwerkhäusern, sie gehört zu den besterhaltenen Altstadtstraßen der Bretagne. Unbedingt besuchen sollte man die Kathedrale St. Samson. Schon ihre Größe weist auf ihre frühere Bedeutung hin. Im Lauf von drei Jahrhunderten (12. - 15. Jh.) wuchs St. Samson zu einer mächtigen und düsteren Gottesfestung heran. Der linke Turm blieb unvollendet, der rechte wurde erst im 17. Jh. mit einer Spitze gekrönt. An der Südfassade springt die große gotische Vorhalle ( 13./14. Jh.) weit hervor und lockert die endlose Wand auf. Überwältigend der Innenraum der Kathedrale. Auf fast 100 Meter Länge überspannen gotische Bögen das steile, 21 m hohe und in drei Etagen gegliederte schlanke Kirchenschiff, das scheinbar schwerelos in den Himmel strebt.

Menhir de Champ Dolent 9,30 m ist der Steinphallus hoch. Ein so gewaltiges Monument ist natürlich legendenumwoben. Als sich zwei feindlich gesinnte Brüder mit Waffengewalt um das Erbe ihres Vaters prügelten und das Blut der beiden bereits den Boden der Kampfstätte tränkte (Champ Dolent = Schmerzensfeld), soll der Granitbrocken vom Himmel gefallen sein, um die beiden Rivalen zu trennen. Eine Zusatzlegende weiß, daß der Menhir jedes Jahr ein klein wenig tiefer in die Erde einsinkt und daß das Jüngste Gericht tagen wird, wenn der riesige Monolith ganz versunken ist.

Frankreich36
Frankreich35

Mont Dol Auf der von Sagen und Geschichten umrankten Kuppe hat der Erzengel Michael gegen den Teufel gekämpft und gewonnen. In einer Version warf er ihn den Berg hinab, in einer anderen Version tauschte er durch eine List den Mont Dol gegen den Mont St. Michel, der im Besitz des Teufels war. Michael schuf einen Eispalast auf dem Mont Dol und bot ihm dem Teufel zum Tausch gegen den Mont St. Michel an. Am Abend desselben Tages schmolz der Eispalast auf dem Mont Dol und der Teufel ärgerte sich grün vor Zorn. Hinter der Kapelle befindet sich ein Stein in dem die Krallen des Teufels eingeprägt sind. Um diese zu identifizieren bedarf es “beaucoup d´imagination” - viel Vorstellungskraft.

Cancale Der Name Cancale (bedeutet übersetzt schlicht “Austern”) bürgt seit Jahrhunderten für kulinarischen Hochgenuß. Cancaler Austern wurden in den Heerlagern des Julius Cäsar gefunden, sie wurden zweimal wöchentlich frisch an den Hof des Sonnenkönigs expediert oder begleiteten, geeist, den zug Napoléons ins kalte Moskau. Die großen Austernparks in der Bucht zwischen der Jetée de la Fenêtre und der Pointe du Hock sind Cancales größstes Kapital. Daneben haben sich in den letzten Jahren die Aufzucht der gemeinen Miesmuschel (Zentrum ist das 15 km entfernte Le Vivier-sur-Mer) und - dank des sanften Klimas - der Anbau edler Frühgemüse als weitere Erwerbsquellen entwickelt. Hauptgrund für den Ruf Cancaler Austern ist der starke Gezeitenunterschied in der Bucht, der die Austernparks bei Flut mit genügend Nahrung versorgt und den angesammelten Schlick wegspült. Dazu kommt das eigentümliche Plankton des Meeres vor Cancale, das den Austern ihr besonderes Aroma verleiht. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Austern. Die Huître Plat wird auf dem Grund des Meeres ausgesät und mit dem Schleppnetz abgefischt. Die Huître creuse auf Drahtzäune gesetzt, wächst in drei Jahren heran und wird regelrecht abgeerntet. Ich habe allerdings noch nie welche gegessen, ich kann mich leider nicht überwinden diesen halbflüssigen Glibber zu schlürfen. Ist halt Geschmackssache.

Frankreich31

Links - Blick auf Cancale

Rechts - Austernzuchtanlage bei Vivier sur Mer

Pointe du Grouin  Die steilen Felsen der schmalen Landzunge schieben sich 50 m hoch in den anbrandenden Ozean. Das von Heidekraut bewachsene Kap ist seit 1961 Naturschutzgebiet, die beiden Inseln, die das Kap säumen, gehören zu den größten Nistplätzen für Kormorane, Krähenscharben, Brandenten und verschiedenen Möwenarten. Speziell von April bis August ist das Revier des Vogelreservats vom Lärmen der startenden und landenden gefiederten Schwärme erfüllt. Am Leuchtturm lenkt eine Station der Küstenwache radargesteuert den gefährlichen Schiffsverkehr (15.000 Schiffe jährlich).

Frankreich39
Frankreich33
Frankreich03

Dinard Einst das mondänste Seebad der Nordküste (und auch das älteste bretonische Seebad), präsentiert heute seine gemütliche verstaubte Pracht aus den 20-er jahren. In der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts war Dinard eine Hochburg reicher Engländer, dank des milden Klimas und der reizvollen Lage an der Mündung der Rance. Noch heute kann man die mondäne eleganz der Belle Epoque spüren. 1859 entstand die Badeanstalt. Das Casino wurde 1866 eröffnet.

Usine Marémotrice Das erste Gezeitenkraftwerk der Welt wurde von 1961 bis 1966 zwischen St. Malo und Dinard errichtet. Ein 750 m langer Damm, über den die Straße hinwegführt, verbindet die beiden Städte und sperrt den Mündungstrichter der Rance.

 Der gewaltige Tidenhub von max. 13,5 m (größter in Europa) wird an der enorm breiten Trichtermündung zu sauberen Energiegewinnung genutzt und ist in beiden Fließrichtungen produktiv. 24 Rohrturbinen mit einer Leistung von je zehn Megawatt erzeugen Strom.

 Das in Europa einzigartige Gezeitenkraftwerk liefert mit ca. 600 Millionen Kilowattstunden zu Spitzenzeiten soviel Strom wie ein kleines Kernkraftwerk und wird häufig als Argument gegen neue Atomkraftwerke angeführt.

setback