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Fougères

Ohne Zweifel ist Fougères einer der geschichtsträchtigsten Orte weit umher, dessen 13 Wehrtürme und die 5 m dicken und 30 m hohen Mauern nicht nur symbolhaft für den ereignisschweren Widerstreit der bretonischen Grenzen dastehen, sondern auch vom berechtigten Stolz der Bretonen zeugen, daß ihr Land immerhin Dreiviertel seiner historischen Vergangenheit unabhängig von Frankreich verbringen konnte. 

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Während die Stadt selbst auf hohem Felsen über dem Tal Nancon erbaut ist, steht die Burg auf einer felsigen Halbinsel im Fluß.  Der Bau der Anlage erstreckte sich vom 12. - 15. Jh.

Vitrè

Die an der Ostgrenze der Bretagne gelegene Stadt hat viele alte Bauten und eine besonders stimmungsvolle mittelalterliche Atmosphäre. Mitten in der Teils noch mit Stadtmauern umgürteten Altstadt erhebt sich auf einer Felsnase die stolze Burg. Sehr lohnend ist die Besichtigung da sich in der Burg ein historisches Museum mit geistlichen und weltlichen Kunstwerken befindet.. In der Tour St-Laurent liegt ein Museum mit mittelalterlichen Skulpturen und Wandteppichen. In der Tour de l´Oratoire mit Kapelle ein schöner Flügelaltar mit 32 Emailletafeln aus Limoges. Die Burg beherbergt heute auch die Stadtverwaltung.

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Rennes

Der Sitz der bretonischen Herzöge, traditionelles Kultur- und Behördenzentrum der Oberbretagne und Hauptstadt der Bretagne und des Départements Ille-et-Vilaine umfaßt ein dynamisches, auf Wachstum orientiertes Ballungsgebiet. Das heutige Aussehen der Stadt - rechtwinkliges Straßennetz und viele klassizistische Häuserfassaden in der Altstadt - ist das Ergebnis des Wiederaufbaus nach dem verheerenden Stadtbrand in der Nacht des 22.12.1720, bei dem 945 Häuser zerstört wurden.

Rennes liegt im Zusammenfluß von Ille und Vilaine im Herzen eines geologischen Bassins - eine Lage, die die Stadt seit knapp zwei Jahrtausenden zum Verkehrsknotenpunkt prädestiniert. Bretonisch hört man in der Krönungsstadt der bretonischen Herzöge nur selten. Rennes (Condate) ist bereits zur Zeit der Römer der zentrale Punkt ihrer Provins Armorika. Nach seinen Bewohnern nennt sich ein ganzer keltischer Stamm: die Redonen, die sich, im Gegensatz zu den widerspenstigen Venetern, nach dem Sieg Cäsars 56 v. Chr. schnell mit den römischen Machthabern arrangieren und die Stadt schon früh zur Blüte bringen. Rennes geht nach dem Zusammenbruch Roms in die Hände der Goten, später der Franken über. Im 9. Jh. erhält Erispoe, ein Nachkomme britischer Kelten, aus der Hand Karls des Kahlen die Unabhängigkeit der Bretagne und mit ihr die Städte Rennes und Nantes. Im frühen Mittelalter ist Rennes ein heftig umstrittene Stadt, im Wechesl mit Nantes Sitz der bretonischen Herzöge, ständig von Briten und Franzosen umbuhlt, gelegentlich belagert und geplündert und so das geeignete Pflaster eines später über die Bretagne hinaus berühmt gewordenen Haudegens und Volkshelden, Bertrand Duguesclin. Einen Schlußstrich unter Rennes erste unruhige Zeiten setzt nach dem Erbfolgekrieg 1365 Jean de Montfort. der künftige Herzog der Bretagne. 1491 belagert Karl VIII. zwei Wochen lang die bretonische Metropole, um die 12 jährige Anne de Bretagne zu freien, die sich zum Glück für die Stadt, für Maximilian von Österreich entscheidet. 1554 wird Rennes zum Sitz des bretonischen Parlaments und somit Hauptstadt der Bretagne. 1720 entfacht ein Tischler im Vollrausch mit seiner Öllampe ein Feuer das fünf Tage wütet und 8000 Menschen obdachlos werden läßt. Zwischen 1722 und 1756 wird Rennes neu aufgebaut. Die Pläne hierfür entwickelte der Pariser Architekt Jean Gabriel. Rennes wird eine repräsentative, klassizistische Beamtenstadt, geprägt von breiten Avenuen, ausladenden Wohnhäusern die appartementweise vermietet/verkauft werden - eine Weltneuheit. 1940 wird Rennes bei Fliegerangriffen schwer bombardiert. Bei den Aufbauarbeiten kommen auch “soziale” Architekten zum Zug. Rennes präsentiert sich heute als Stadt mit mindestens drei sympathischen Gesichtern: dem spärlichen mittelalterlichen, dem neuzeitlich-klassizistischen und dem modern-funktionalen.

Im Kathedralen-Viertel hinter dem Rathaus liegen in krummen schummrigen Gassen die ältesten, von dem Feuer 1720 verschonten, Häuser. Am Place de la Mairie befindet sich ein sehr schönes Rathaus von 1734-42 erbaut, gegenüber das Grand Théâtre von 1836 (innen restauriert) flankiert von Arkadenhäusern. Der Place du Palais ist einer der schönsten in ganz Europa. Er wird vom alten Parlament der Bretagne beherrscht. Der Bau wurde 1618-54 errichtet. Der Place Sainte-Anne wird von schönen Fachwerkhäusern aus dem 16. Jh. eingefaßt, in denen Crêperien, Cafés und Restaurant liegen. Die Kathedrale Saint-Pierre ist durch Zerstörung und Rekonstruktion ein Gemisch verschiedenster Stile von der Gotik bis zum Neoklassizismus. Das stucküberladene Innere legt Zeugnis vom Geschmack des 19. Jh. ab.

 

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Hier ist das Grand Théâtre von Rennes

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Hier ist die Kathedrale Saint-Pierre

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Hier ist ein Straßencafé in Rennes

Saint Malo

“Ni Francais, ni Bretons: Malouin suis!” - “Weder Franzose noch Bretone, Bürger von St. Malo bin ich!” Über Jahrhunderete war den stolzen Bewohnern der Stadt dieser Wahlspruch Zeichen ihrer Eigenständigkeit: Die Malouins pflegten mit anderen Seemächten als Gleiche unter Gleichen zu verhandeln und waren von den Ordern  bretonischer Herzöge oder französischer Könige wenig zu beeindrucken.

Die alte Kosarenstadt mit ihrer hohen Ringmauer und den nach den Zerstörungen im zweiten Weltkrieg im Originalstil wieder aufgebauten grauen Granithäusern ist die schönste Stadt an der bretonischen Nordküste. Wie früher spielt der Handel mit England, Skandinavien und Deutschland eine wichtige Rolle. Der Besucher wird vor allem in der ville close, der Altstadt, bummeln. Die engen Gassen zwischen den hohen Granithäusern, die Promenade auf den Wällen mit weiter Aussicht auf Meer und Bucht, in die Saint Malo als Halbinsel gebaut ist, bilden ein unvergleichliches Ensemble.

Von der Plage de l´Eventail erreicht man bei Ebbe die vorgelagerte Befestigung (1689) von Vauban. Von den Wällen hat man einen herrlichen Rundblick auf Saint Malo und die Umgebung. Eindrucksvoll auch die Kerkerbesichtigung. Das Schloß an der Nordseite der Altstadt wurde im 15 Jh. von Herzog Franz II. und seiner Tochter, Anne de Bretagne, erbaut. Der kleine Donjon entstand schon 1395 als Teil der Befestigungen.

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Links - Blick auf “Intra Muros” (die Altstadt von St. Malo))

Rechts - Blick von der Stadtmauer auf den Strand und die Grand Bé auf welcher der Dichter Chateaubriand begraben liegt, bei Ebbe bequem zu Fuß zu erreichen

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Rothéneuf

In diesem kleinen Stadtteil von St. Malo fungierte vor über 100 Jahren ein gewisser Abbé Fouré als Gemeindepfarrer. In über 25 jähriger Arbeit (von 1875 bis zu seinem Tod 1910) meißelte der Gemeindepfarrer, der als Sonderling galt, knapp 300 Figuren in den Granit - ein auf 500 qm Fels verteiltes Bildwerk, in dem der Priester seinen eigenen Calvaire schaffen wollte. Die Skulpturen mit teils dämonischen Fratzen und wildverzerrten Gesichtern erinnern an die granitenen Schergen, die im Westen der Bretagne von den Calvaires herab die Zunge blecken.

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