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Baden
Die Bretagne besitzt eine der aufregendsten Küsten der Welt. Die Folge davon sind eine Unzahl von Stränden, der längste mit insgesamt 8 km Länge vor La Baule. Im Norden und Westen bestimmt meist Ebbe und Flut die täglichen Badezeiten. Wobei im Norden das Wasser erfahrungsgemäß weit, weit weg ist bei Ebbe und weiter im Süden der Bretagne ist es nicht mehr ganz so weit weg. Bei Flut (auch erfahrungsgemäß) ist im Norden schnell mal das Handtuch nass, weil das Wasser sehr schnell den weiten Weg zurück kommt, weiter südlich ist dies auch nicht mehr so ausgeprägt. Praktisch sind Gezeitenkalender, in jeder Bar Tabac zu bekommen.
Ab Juni erreicht das Meerwasser allmählich Badetemperaturen, so ca. 15°C - 17°C. Im August sind es dann ca. 20°C. In einigen geschützten Buchten werden sogar Werte um ca. 22°C erreicht. Der September bewahrt die Wärme noch eine Weile, bis der Atlantik schnell wieder abkühlt - ca. 10°C im Winter.
Das Meer in der Bretagne ist keine harmlose Wasserfläche wie das glatte Mittelmeer. Starke Strömungen, scharfe Riffe oder die herantosende Flut können bei gedankenlosem Los-Schwimmen ins offene Meer bedrohliche Situationen auslösen. Schilder an den gefährlichen Küstenabschnitten weisen auf die Gefahr hin und signalisieren “Baden verboten”. Daran sollte man sich halten. Nahe La Torche ist ein himmlischer Strand, der von Bademeistern bewacht wird und den man nur bei gutem Wetter und nur in einer bestimmten Abmessung beschwimmen darf. Die Bademeister haben da ein sehr gutes Auge drauf, wer ausserhalb der Begrenzung schwimmt wird sofort zurückgepfiffen. Ich selbst bade dort am liebsten und bin ganz froh das er überwacht ist.
Fotografieren und Filmen
Filme und Filmzubehör sind in Frankreich wesentlich teurer als in Deutschland. Aber es gibt so irrsinnig viel zu fotografieren, das die 10 Filme pro Kamera die man legal einfüren darf, schnell knapp werden. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung, denn obwohl ich schon mehrmals an der selben Stelle geurlaubt habe, so habe ich doch wieder haufenweise lohnenswerte Motive gefunden und ganz schnell wieder zig Filme verbraucht.
Neben einem gängigen Normalobjektiv empfehlen sich ein Weitwinkel für die schmalen Gassen, die Landschaften und Küsten sowie ein Tele für Statuen, einzelnen Gebäudeteile oder eine ahnungslos, trachttragende Bretonin mit Spitzenhäubchen. (Ich, als “Nicht-profi-Fotograf”, habe immer ein 28-200 Objektiv dabei, damit komme ich prima klar). Ein Blitz erhellt die zahlreichen dunklen Räume, in denen sich ein Bild lohnt - doch bitte Vorsicht in alten, dunklen Kirchen mit mitgenommenen Malereien, denen das plötzliche Grell gar nicht guttut. Hier hilft ein Stativ weiter, das lange Belichtungszeiten zulässt oder ein Postkartenkauf.
Kleidung
Hitze, Wind, Költe, Regen - das Wetter ist zu allen Jahreszeiten in all seinen Spielarten vertreten. Dies sollte man bei der Einkleidung bedenken. In unserem ersten Bretagne-Urlaub mußten wir feststellen, das ein Tag der mit Nebel beginnt auch sehr schön werden kann (unter dem Pulli empfielt sich ein T-Shirt) und das sonnige Tage auch schnell in Regenschauer und Wind übergehen können und zwar ohne Vorwarnung (hier empfielt sich ein Regencape im Kofferraum). Wir haben uns nch ein paar Tagen mit Wetterkapriolen angewöhnt für alles gerüstet zu sein. Es gibt prima Regenjacken die sich als Minitasche zusammenknuddeln lassen. Badezeug wurde immer in einer Tasche mitgeführt und je nach morgendlicher Witterung hatten wir den Pulli an oder dabei.
Souvenirs
Nicht verderbliche Mitbringsel sind neben nieder- und hochprozentigen Alkoholika (Cidre, Chouchenn, Hydromel, Calvados) z.B. Kosmetik, Schmuck, Antiquitäten, Fayencen aus Quimper, bretonische Spitzenhäubchen (Coiffes) oder Spitzendeckchen, Bilder in Aquarell und Öl, tolle Töpferwaren und unendlich viel Kitsch. Ich nehme immer gerne bretonische Butterkekes mit und Cidre. Auch Calvados für Freunde den wir immer direkt vom Bauer erwerben, Hinweisschilder an den Höfen weisen auf “Verkauf” hin. Auch Honig habe ich immer mal wieder mitgenommen und grüne Bohnen aus dem Supermarkt (nicht lachen, aber die haben so leckere schmale Dosenbohnen die ich in Deutschland noch nicht gefunden habe).
Essen und Trinken
In der Bretagne stehen die Freuden der Tafel ebenso hoch im Kurs wie im übrigen Frankreich. Bretonische Köche können dabei auf erstklassige Rohwaren bauen. Nirgendwo ist die Qualität besser als in diesem Bauern- und Fischerland. An erster Stelle stehen für den Bretagnebesucher sicherlich die Meeresfrüchte. Sie sind von absoluter Spitzenqualität und so frisch wie nur möglich, denn die Köche verarbeiten die am selben Tag gelandeten Fänge und können sich dabei ausgesuchter Waren bedienen. Die Variationen sind unerschöpflich. Da gibt es die traditionelle cotriade, eine bretonische Bouillabaisse und die fruit de mer, eine ganze Platte mit frischen Meeresfrüchten wie Krebse, Garnelen, Hummer, Langusten etc. Die berühmten huîtres (Austern) schmecken am besten mit Zitrone und pain de seiglé et beurre sale. (Ich habe sie selber noch nicht probiert, da ich sie etwas zu glitschig finde). Eine weitere Delikatesse sind die coquille Saint-Jaques, die Jakobsmuschel und natürlich die moules marinières, die Miesmuscheln in Zwiebel-Weiswein-Sud (die sind wirklich supilecker). Auch die verschiedenen Fische sollte man probieren. Nicht zu vergessen die obligatorischen Crêpes. In der Bretagne gibt es sie süß oder auch herzhaft, dann sind sie mit Buchweizenmehl zubereitet und heißen Galettes (hier bevorzuge ich die Variation mit Pilzen, Käse, Tomaten und Bechamelsauce ... mmmmhhh). Dann gibt es noch das bretonische Volksgericht Kig ha Fars, ein Eintopf aus Gemüse, Rindfleisch und Schweinshaxe und die Volkswurst Andouille, eine deftige Kaldaunenwurst, beides zählt zu bäuerlichen Küche. Ganz besonders für “Süßmäuler” gibt es die Patisserien, diese Leckereien lassen mein Gewicht nach jedem Urlaub in die Höhe schnellen, eine verhängnisvolle Falle von süßem Naschwerk. Zum Frühstück isst man ein Stück Baquette oder ein Croissant au beurre mit Butter und Marmelade, mittags ein paar Crêpes und abends geht man lecker essen (so machen wir es immer), aber Achtung. Abends im Restaurant nicht gleich einen Tisch ansteuern. In der Bretagne ist es üblich vom Kellner an einen freien Tisch geführt zu werden. Und noch ein kleiner Insider-Tip von mir. Ich habe mir angewöhnt immer den Hausbesitzer unserer Ferienhäuser nach guten Lokalen in der Nähe zu fragen. Da bekommt man herrliche Tips. Ich war schon in Restaurants die wir nie gefunden hätten oder solche in die man dem Aussehen nach nie reingehen würde, aber ich habe selten so gut gegessen wie in diesen Restaurants. Seither meide ich Lokalitäten mit mehrsprachigen Speisekarten. Da Essen in der Bretagne nicht billig ist, kochen wir auch selber. In den großen Supermarchés bekommt man alles was der Magen begeehrt. Fisch und Meeresgetier hole ich in der Regel in den Poissonerien.
Unter den Getränken ist der Cidre immer noch so eine Art Nationalgetränk (auch wenn man sagt es sei eine Art Apfelwein ist er nicht zu vergleichen mit den hessischen Äppelwoi). Er ist leicht und spritzig, es gibt ihn doux mit ca. 3% Alkohol oder brut mit ca. 4,5% Alkohol. Den besten Cidre bekommt man von den Bauern, die ihren Cidre selber destillieren und als cidre de ferme verkaufen (Hinweisschilder an den Höfen beachten). Wenn ich Sehnsucht nach bretonischem Cidre habe, kann ich ihn im Bretagne-Shop bestellen, leider recht teuer, aber schmeckt besser als der hier in Deutschland verkaufte Cidre. Den Cidre trinkt man aus dicken Keramiktöpfen gerne zu Crêpes und Galettes. Der Muscadet ist der einzige namhafte Wein in der Bretagne, der im Süden der Loire gekeltert wird. Verglichen mit französischen Weinen ist er durchschnittlich. Trotzdem wird er in der Bretagne viel getrunken, besonders zu Austern und Fischgerichten.
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Galettes bretonnes
Ingrédients: 150g de sucre, 250g de farine, 60g de beurre, 1 oeuf, 1/2 paquet de levure, 1 ou 2 cuillères de lait.
Mettre dans un terrine: farine, sucre, levure. Faire uns fontaine et y déposer beurre, oeuf et lait. Mélanger doucement avec les doigts, pétrir jusqu´à ce que la pâte soit lisse. L´aplatir au rouleau et découper les galettes à l´aide d´un verre. Dorer le dessus des galettes avec du jaune d´oeuf. Cuire à feu doux pendant 15/20 minutes.
Zutaten: 150g Zucker, 250g Mehl, 60g Butter, 1 Ei, 1/2 Päckchen Backpulver, 1 oder 2 Löffel Milch.
In eine Schale Mehl, Zucker und Backpulver geben. Mit dem Finger eine Vertiefung drücken. Butter, Ei und Milch hineingeben. Langsam mit den Händen vermengen, kneten bis der Teig glatt ist. Mit einer Kuchenrolle ausrollen, dann die Plätzchen mit einem Glas ausstechen. Die Oberfläche der Plätzchen mit Eigelb bestreichen. Bei schwacher Hitze 15/20 Minuten lang backen. |