Home6
ButtonDelfin1
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
Button16
button schmetterling
Button17
Button17
Button17
Button17
Button17
Button17
Button Herz
Button Herz II
Button Herz I
button rot
Guestbook
email05

CALVAIRE - Die Kalvarienberge aus Granit zählen zu den großen Sehenswürdigkeiten der Bretagne. Um Christus am Kreuz gruppieren sich die biblischen Figuren der Passionsgeschichte, dazu Apostel und Heilige, geschaffen von bretonischen Künstlern und oft in Pestzeiten entstanden. Alle Calvaires stehen in Enclos paroissiaux, den ummauerten Kirchhöfen, die man durch ein großes Tor, die Porte triumphale, betritt. Neben dem Calvaire stehen Kirche und Beinhaus Ossuaire. Bei der Gestaltung der Enclos paroissiaux wetteiferten die Nachbargemeinden miteinander.

GWENN HA DU - Der Name der bretonischen Fahne bedeutet “Weiß und Schwarz”. Damit ist sie die einzige farblose Fahne der Welt. Sie wurde 1925 zum ersten Mal anläßlich der Exposition des Arts décoratifs in Paris gezeigt. Die fünf schwarzen Streifen stehen für die fünf “Länder” oder Bistümer der Hoch-Bretagne, die weißen Streifen symbolisieren jene Nieder-Bretagne, und das Feld in der linken oberen Ecke ein Hermelinfell, einst im Wappen der bretonischen Königin Anne.

BretonFlagge 

MEGALITHEN - Berühmteste und größte Steinsetzung der Bretagne sind die rund 300 Menhire von Carnac. Sie wurden um 5000 bis 2000 v. Chr. von einem Volk errichtet, das lange vor den Galliern in der Bretagne lebte und keine anderen Spuren hinterlassen hat. Bei diesen alignements, also Reihen von Steinen, handelte es sich um religiöse Symbole. Andere Megalithen sind die Dolmen und Cromlechs (Steinkreise). Der berühmteste Dolmen liegt bei Locmariaquer und wird Table des Merchands (Tisch der Händler) genannt. Die Dolmen waren Grabkammern, sie sind mitunter durch einen langen Gang zum Mittelpunkt eines Tumulus bzw. Cairn, eines Grabhügels, zugänglich, wie zum Beispiel beim Cairn auf der Ile de Gavrinis im Golf von Morbihan. Auf dieses Gebiet an der bretonischen Südküste, die Côtes des Megalithes, konzentrieren sich die bedeudensten Denkmäler der Vorgeschichte. Hier habe ich eine tolle Seite im Internet entdeckt die ebendiese Megalithen sehr ausführlich behandelt. Einfach hier klicken oder bei meinen Links nachsehen.

ALIGNEMENTS - Die bretonischen Steinalleen, die insgesamt etwa 4000 Monolithen umfassen und sich in beispielloser Dichte bei Carnac und Erdeven (Morbihan) befinden. Ihre genaue kultische Funktion ist ungewiss; der gängigen, aber keineswegs gesicherten Theorie zufolge waren sie eine Art steinzeitlicher “Kalender”, wobei die durch ihre Größe herausragenden Menhire zur Anpeilung bestimmter Gestirne dienten.

ALLÈE COUVERTE - Ganggrab, meist aus unmittelbar aneinander gereihten Trilithen konstruiert.

BARROUS - Bezeichnug solcher Tumuli, die von der Rundform abweichen und im Grundriß länglich oder oval erscheinen.

CAIRN - Fürstengrab, dessen Dolmen von Bruchsteinen eingeschlossen und monumental überhöht ist.

CROMLECH - “Heiliger Bezirk” der Megalithkultur, meist kreisförmig, manchmal aber auch hufeisenartig geöffnet oder auch rechteckig angelegt. Kultort für Zeremonien, die auf Lebenserneuerung oder Wiedergeburt zielten.

DOLMEN -Steinsetzung in Tischform; Überbleibsel einstiger Grabanlagen.

GRAVURES - Flache figürliche Steinritzungen, die mit Totenkult, aber auch mit Fruchtbarkeitsriten in Verbindung gebracht werden.

MENHIR - Einzeln aufgestelltes, vertikal aufragendes Großsteinmal. Zum Teil als Phallus, aber auch als Markierung einzelner Gräber interpretiert.

TRILITH - “Dreistein”. Das architektonische Schema des auf zwei Tragsteien ruhenden Decksteins ist das Grundprinzip der Dolmen und Ganggräber.

TUMULUS - “Grabhügel”. Künstliche Anhäufung über den megalithischen Bestattungsplätzen.

PARDONS - Zu Ehren eines lokalen Heiligen, der Muttergottes oder der Sainte Anne veranstaltet alljährlich jede bretonische Gemeinde ihren Pardon. In diesen jahrhunderte alten Wallfahrten, bei denen in der Prozession Kerzen, Heiligenfiguren und -banner mitgeführt werden, offenbart sich die noch heute lebendige religiöse Inbrunst und tiefe Gläubigkeit der Bevölkerung. Dabei werden Lobgesänge angestimmt, viele Wallfahrer tragen alte Tracht. Wie der Name sagt, erflehen die Gläubigen Vergebung (pardon) für ihre Sünden, legen Gelübde ab oder erbitten eine Gnade. Bei großen Pardons, wie in Locronan, kommen Tausende zusammen. Im Anschluß an die Prozession wird dann auf ganz weltliche Art und Weise mit Cidre, Tanz und Ringkämpfen gefeiert, der religiöse Ernst macht ausgelassener Fröhlichkeit Platz.

SCHLÖSSER UND BURGEN - Ja, die Bretagne ist auch ein Land der Schlösser und Burgen. 4000 Châteaux, Herrensitze und -häuser hat man gezählt. Etliche stammen aus dem Mittelalter, gut vertreten sind auch die Bauten der Renaissance sowie späterer Zeiten. Eine Besonderheit sind die schönen Herrensitze die sich im 19. Jhd. die reichen Reeder von St. Malo im Hinterland errichten ließen. Eindrucksvoll sind auch die großen Burgen, mit denen im Mittelalter die Ostgrenze des Herzogtums Bretagne gesichert wurde: Fougères, Vitré, Dinan und Combourg. Im Sommer werden in zahlreichen Schlössern historische Feste, Theater- und Musikaufführungen oder Son-et-Lumière-Spektakel veranstaltet.

SPRACHE - Die bretonische Sprache (brezoneg) klingt selbst für Franzosen völlig fremd, dank einer vollkommen anderen Grammatik und Syntax. Sie ist halt eine keltische Sprache, verwandt mit dem Gällischen, Irischen und Schottischen. So kommt´s, daß ein Bergarbeiter aus Cardiff in Wales einen Zwiebelverkäufer aus Roscoff versteht. Da es über die Sprache so viel zu erzählen gibt, habe ich ihr ein eigenes Kapitel gewidmet.

TRACHTEN - Die Liebe zur Tracht ist kaum in einer anderen französischen Region so ausgeprägt wie in der Bretagne. Und gar die Vielfalt der Formen und der Reichtum der künstlerisch gestalteten Details. Jeder Landstrich hat seine eigene Tracht. Wie überall trägt man sie allerdings nur noch bei bedeutenden Festlichkeiten, bei den Pardons, Hochzeiten, Taufen. Besonderes Schmuckstück der Trachten sind die berühmten Spitzenhäubchen. Auch hier überrascht die Vielfalt der Formen. Besonders schön sind die Spitzenhauben von Pont-Aven, ergänzt durch eine bezaubernde Spitzen-Halskrause. Zu hohen Röhrenförmigen Gebilden geriet dagegen im Laufe der Zeit die Haube des Bigoudenlandes um Pont-l´Abbé.